buchhandlung drift

Fr. 22.11.19 20:00 Leipzig, Cineding: "Psychoanalyse und männliche Homosexualität - Beiträge zu einer sexualpolitischen Debatte" - mit Patrick Henze, Aaron Lahl & Victoria Preis

Wir laden ein zur Buchvorstellung und Lesung von "Psychoanalyse und männliche Homosexualität - Beiträge zu einer sexualpolitischen Debatte" mit den Herausgeber*innen Patrick Henze, Aaron Lahl und Victoria Preis.

Patrick Henze, Aaron Lahl und Victoria Preis machen ernst mit der Aufarbeitung der Geschichte der Antihomosexualität in der Psychoanalyse. Sie verdeutlichen, dass auch die Psychoanalyse von der Schwulenbewegung und ihren Theoretikerinnen und Theoretikern profitieren kann. Die Autorinnen und Autoren des Bandes plädieren dafür, die derzeit marginalisierte Triebtheorie wieder in den psychoanalytischen Diskurs zu holen und sie für ein Verstehen sexueller Erscheinungen in all ihren Facetten produktiv zu machen. Dabei stellen sie auch heikle Themen wie Promiskuität, Analverkehr, Pädosexualität und HIV in ein neues Licht.

www.psychosozial-verlag.de/2880

Interview mit den Herausgeber*innen ->


Eintritt frei, Spende erwünscht und gern gesehen.

Mit frdl. Unterstützung vom FSR Kultruwissenschaften der Uni Leipzig, dem AK Kritische Soziale Arbeit und der MONAliesA

Mi. 27.11.19 20:00 Leipzig, IfZ: Testcard #26: Utopien - mit Veronika Kracher und Jonas Engelmann

Dass es leichter sei, sich das Ende der Welt vorzustellen als das Ende des Kapitalismus, wird zu einer Gewissheit, die kaum noch skandalös ist: So what? Wenn es stimmt, dass die Utopien verschwunden sind, wie steht es dann – im und als Pop – um: Revolution, Zeit, Raum, Erinnerung, Erfahrung, Hoffnung, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Geschichte, Fortschritt, Dynamik, Möglichkeit/Wirklichkeit …? War Pop nicht der Soundtrack einer besseren Welt, die Ode an die Freiheit des realen Humanismus?

Popgeschichte ist auch die Geschichte unzähliger Utopien, gelebter und gewünschter Entwürfe einer anderen, einer besseren Welt, die von Freedom und Happiness und Love bestimmt sein soll. Der Pop selbst beanspruchte schließlich, eine Utopie zu sein, ein verwirklichter Traum vom guten Leben. Allerdings ist Pop in all seiner Vielfalt immer auch das Gegenteil von Utopie gewesen: die auf die private Nische reduzierte Idylle, in der jede und jeder sich irgendwie durchwurschtelt, das bescheidene Glück des Augenblicks (im Konzert, im Kino, im Konsum) oder das ins Unterhaltungsformat gebrachte Schreckensszenario, die Katastrophe als Entertainment, die Dystopie. Pop ist eben nicht nur Nicht-Ort, nowhere, sondern ein now here, Jetzt-Hier.

https://www.testcard.de/

Eintritt frei, Spende erwünscht und gern gesehen.

Mit frdl. Unterstützung vom KreV und dem IfZ