Peggy Mädler: Selbstregulierung des Herzens, Galiani

Ein Roman über das Ringen um Nähe, um Liebe, Loyalität und Freundschaft im Schatten staatlicher Kontrolle. Ein bestechendes Porträt von der Kraft und Zerbrechlichkeit menschlicher Bindungen, dem Enthusiasmus des Neuanfangs und dem Verlust von Illusionen.
»Selbstregulierung des Herzens« entfaltet ein vielfältiges Panorama des Lebens in der DDR und im frisch wieder vereinigten Deutschland. Im Zentrum stehen Georg, der anfangs noch hofft, seinen Staat mithilfe von ersten Computern und Kybernetik vorwärtszubringen, und die Künstlerin Mona.
Um sie herum entwickelt sich ein reiches Ensemble an Figuren: der illusionslose Intellektuelle Roland, der in den Westen flieht; Marlies, die versucht, das System von innen zu reformieren, sowie die Künstlerfreunde Monas. Alle treffen sich in einem Dorf in der Nähe von Wandlitz, wo bald seltsame geheime Bautätigkeiten beginnen.

»Peggy Mädlers Buch ist ein DDR-Roman in Farbe, ein Gesellschaftsbild mit Widersprüchen, ein Reigen von Porträts mit Herz und Tränen.« (Cornelia Geißler, Berliner Zeitung)

»Das Faszinierende, tief Beeindruckende an diesem Roman ist, wie ihm gelingt, die utopisch abstrakte Regelidee mit detaillierten Realien der Lebenswelt und in Figuren zusammenzubringen, die einem bald vor Augen stehen wie gute Bekannte.« (Kulturnews)

»Die "Selbstregulierung der Herzen“ bezeugt den Knacks, den das Leben auf politisch und historisch unwegsamem Gelände den Menschen zugefügt hat. Die Kälte, die so oft der wiedervereinigten deutschen Gesellschaft vorgeworfen wird, sie hatte längst Einzug gehalten in den sich verlierenden Lebensläufen, weil die Wärme eines „mit Freunden gefüllten Hauses“ nur noch in der Erinnerung aufrufbar ist und Orte, die nicht wirklich bewohnt werden, Zerstörungslust wecken.« (Insa Wilke, Süddeutsche Zeitung)